Vergangene Veranstaltungen 2021

12. – 14. November 2021 in Bovenden (Niedersachsen)

Wochenendseminar 2021: Kapitalismuskritik

Spätestens mit der sogenannten Finanzkrise ist der (globale) Kapitalismus verstärkt in die Kritik geraten. Und immer wieder hört mensch, dass der Kapitalismus unser ganzes Leben durchziehen würde. Doch was lässt sich eigentlich unter Kapitalismus verstehen? Und was genau ist schlecht daran? Wie verhält er sich zu anderen Herrschaftsverhältnissen wie Rassismus und Sexismus? Welche Rolle spielt der Staat in einer kapitalistischen Gesellschaft? Und wie ist der Zusammenhang von Kapitalismus und Ökologie? In unserem Seminarwochenende möchten wir diesen Fragen nachgehen und uns dabei auch mit der Wirkung des Kapitalismus auf unser eigenes Leben auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang möchten wir herausfinden, auf welche Arten der Kapitalismus sich sinnvoll kritisieren lässt, ohne verkürzten und problematischen Analysen zu verfallen.

01. – 03. Oktober 2021 in Weimar (Thüringen) – AUSGEFALLEN

Fragend schreiten wir voran, fragend blicken wir zurück?

Antifaschistische Erinnerungspolitik in Zeiten des Rechtsrucks

Im Rahmen eines Seminares des Bildungswerkes für Politik und Kultur e.V. werden wir uns vom 01. bis zum 03. Oktober 2021 mit Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus und Erinnerungskultur heute beschäftigen. Im Zuge des Seminares besuchen wir die KZ-Gedenkstätte Buchenwald.

Inhalt: Die Erinnerung an den Nationalsozialismus in Deutschland gehört mittlerweile in Deutschland zur Staatsräson. Auch für linke Aktivist*innen ist die Erinnerung an die Verbrechen im NS ein wichtiger Bestandteil der politischen Identität. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns ein Wochenende lang zu einem mit konkreter Geschichte von Verfolgung und Widerstand und grundsätzlich mit Erinnerungspolitik beschäftigen.

Wer und was bleibt in gängiger Geschichtsschreibung über den Nationalsozialismus oft vergessen? Welche Funktionen erfüllt staatliches Gedenken an den NS in der Bundesrepublik? Welche Motive stecken in der Formulierungen über DDR und NS in Formulierungen als „die beiden deutschen Diktaturen“?

Hierfür besuchen wir die Gedenkstätte Buchenwald und erarbeiten uns darüber hinaus oft vergessene Geschichten von Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Wir beleuchten die Bedeutung und Kontinuitäten von Antikommunismus im NS und der Bundesrepublik Deutschland. Abschließend wollen wir mit euch diskutieren wie eine antifaschistische Erinnerungspolitik in Kontext weniger werdender Zeitzeug*innen und dem Erstarken von rechten Akteuren wie AfD & Co aussehen sollte

25. 08.2021, 17 Uhr in Potsdam (Brandenburg)

Mit Rosa L in die befreite Gesellschaft

revolutionäre Realpolitik heute

Den direkten Sprung in eine andere Welt gibt es nicht. Gesellschaftliche Veränderung muss mit emanzipatorischen Projekten und Kämpfen im Jetzt beginnen. Doch woher wissen wir, ob solche Bewegungen wirklich den Weg für eine andere Gesellschaft bereiten? Stabilisieren sie nicht oft die Verhältnisse, weil sie das Unbehagen an der aktuellen Gesellschaft und damit den politischen Handlunsgdruck abschwächen?
Rosa Luxemburgs Ansatz der revolutionären Realpolitik bietet eine Perspektive, um dieses schwierige Verhältnis zwischen konkreter Politik im Hier und Heute und radikaler gesellschaftlicher Veränderung zu bearbeiten. In diesem Workshop möchten wir uns daher zunächst Luxemburgs Ansatz gemeinsam aneignen. Im Anschluss wollen wir versuchen, mit Luxemburg vom Ziel einer befreiten Gesellschaft her zu denken und zu überlegen, wie sich aktuelle Bewegungen und Kämpfe verbinden lassen, um über die jetzigen Verhältnisse hinauszukommen.

Reform oder Revolution? Bei unserem Workshop am 25.08. um 17:00 in im Freiland in Potsdam wollen wir mit Rosa Luxemburgs Revolutionärer Realpolitik diskutieren, welche aktuellen Bewegungen uns der befreiten Gesellschaft näher bringen.